Schrödingers Zukunft

wenn du daran denkst, wird es nicht passieren. darum gab es noch nie eine Zombieapokalypse, darum wird es nie eine geben, weil es der running gag der Menschheit ist, weil das Internet von solchen Szenarien überschwemmt ist. wenn es einmal eine gibt, dann im Traum von einem Baby, das das Wort noch nie vernommen hat. oder in einem Kloster, das nur mehr aus Mönchen oder Nonnen besteht, die als kleine Waisen dorthin kamen und seitdem keinen Kontakt mehr zur Außenwelt hatten.
also hat es gar keinen Sinn sich zu fragen „was wird morgen passieren“ oder „wen werde ich am Wochenende treffen“ oder „wird X mir verzeihen“. die Frage alleine führt unvermeidlich zu einer Spekulation, zu einem „also zuerst sollte ich …“ oder „Y hat mich eingeladen, aber Z habe ich schon lange nicht gesehen“ oder „ich frage einfach mal, wir werden schon darauf zu sprechen kommen“ und dann ist der Stein ins rollen gebracht, nein, dann rollt der Stein bereits, den ganzen Berg hinunter, und du wartest geduldig unten und fängst wieder an, ihn raufzuquälen, sobald er angekommen ist. denn die erste Spekulation bringt eine ganze Lawine zu Sturz, an dieser Stelle fangen die fiktiven Dialoge an, die tagträumerischen Ausmalungen, aus denen du siegreich hervorgehst, oder maximal vorläufig besiegt, in denen sich jedenfalls langfristig alles zum guten wendet, also den Ausgang findet, den du willst, den du dir ersehnst, am meisten wünscht, und der dann selbstverständlich nie eintreffen wird.

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zerstörte Realitäten, ein Dialog

ich könnte zum Beispiel nie Schauspielerin werden.“
aber du wolltest doch immer-“
es geht ums Prinzip! ich müsste einfach viel zu viel dafür lernen oder viel zu oft von einem Double ersetzt werden. rauchen zum Beispiel, ohne zu husten natürlich. ein Freund von mir hat mal einen Film gedreht und seine Schauspieler haben in ein, zwei Stunden ganze drei Packerl aufgraucht oder so, hat er gesagt. meine Lungen würde das nicht mitmachen, mein Hals auch nicht. das erinnert mich an Freud, sein Zimmer stell ich mir immer voller Rauch vor, wenn ich es mir mal vorstelle. achja, und eingeraucht sein faken natürlich auch. oder einen Drogentrip darstellen oder so, unmöglich. also sicher möglich, aber unmöglich realistisch, nach meinen Maßstäben, jedenfalls in komplett nüchternem Zustand. und dann noch diese Handy-zwischen-Schulter-und-Ohr-Pose, die kann ich überhaupt nicht, zumindest nicht, ohne es runterzuschmeißen und kaputt zu machen oder am anderen Ende der nicht sichtbaren Leitung nix zu verstehen. oder für regnerische Szenen den Schirm so halten, handlos, ohne nass zu werden. wobei das alles sicher noch relativ schnell zu lernen wäre, eine Woche, vielleicht ein Monat, aber währenddessen dann auch noch Notizen machen, da hört sichs dann auf. also inklusive Stift und Papier suchen und so. und ich mein, es bringt sich ja auch nix, tausend Posen einzustudieren, zu üben, nur für den Fall, dass man sie mal brauchen könnte. also wenn ich nicht weiß, dass ichs brauch, würd ichs ja nicht machen. aber wenn ich weiß, dass ichs brauch, bräucht ich viel zu lang ums zu schaffen! auf Kommando weinen steht natürlich auch ganz oben auf der Liste. weil Zwiebeln machen mir einfach nur rote Augen, und wenn Tränen kommen, dann immer dieselbe Art, dünn, sehr dünn, abgemagert, und sie schaffen es meistens nicht bis zum Kinn. sowas kann ich nicht brauchen, also zumindest nicht immer. ich will auf jede erdenkliche Art plötzlich zu weinen anfangen können, verzweifeltes Brüllen, Lachtränen, satte, fette Tropfen, die aus den wässrigen Augen gepresst werden. also ich würde wollen, wenn ich Schauspielerin wollen werden würde. und tief pfeifen, ich pfeife nämlich viel zu hoch, hörst du?“ *pfeift*
ich glaub nicht, dass es möglich ist, viel tiefer zu pfeifen …“
also ich finde jedenfalls dass ich viel zu hoch pfeife, ich will gern tiefer pfeifen können, aber ich schaffs einfach nicht, weiß nicht, woran das liegt. jedenfalls is das ein großes Manko, weil wenn mal in einem Drehbuch steht: sie pfeift eine Melodie vor sich hin; oder sowas, dann will ich schon selber pfeifen und nicht einfach nur so tun als ob und jemand pfeift dann quasi über mich drüber, in der post-production. keine Doubles, oder halt so wenig Doubles wie möglich, also nur bei gefährlichen Szenen und so. ich mein, ich müsste wahrscheinlich sowieso meine ganze Attitude ändern, du kennst mich ja, du weißt ja, wie ich bin. unlängst hab ich mich wieder gefragt: wenn ich was wo vergesse, in einem Lokal zum Beispiel, am nächsten Tag dann anrufe und mir gesagt wird, dass es nicht da ist, wurde es mir dann gestohlen oder habe ich es eher verloren? weil irgendwer hat es ja sicher gestohlen, vielleicht unabsichtlich, durchaus möglich, aber objektiv gestohlen. andererseits hab ichs davor ja liegen lassen, wenn ich das nicht getan hätte, hätte es mir nicht gestohlen werden können. verstehst du, was ich mein? es ist so ähnlich wie diese Henne-Ei-Geschichte. und wenn ich halt den ganzen Tag rumlauf mit solchen Gedanken im Kopf, dann is da nicht mehr unbedingt viel Platz zum auswendiglernen und so drin.“

Polsterschlacht

sagst du ja oder nein, vielleicht oder wahrscheinlich, machst du einen Schritt nach vorn oder einen Schritt zurück, es sind unbewusste Entscheidungen, aber trotzdem Entscheidungen, es ist eine dünne Linie die deine Zukunft besiegelt, die den Stempel auf das heiße Wachs auf dem kalten Briefumschlag drückt, es ist nur eine Frage der Sichtweise, selbstverständlich ist es auch Ansichtssache, aber nein, du bist natürlich kein homophob und homosexuell bist du auch nicht, Rassismus liegt dir fern und Rasieren ebenso und wer ist ein homosapiens?, ichnicht!, ichnicht!, du auch nicht, ganz bestimmt, ich kann das bestätigen, ich kann das bezeugen, ich bürge dafür, als Bürger dieser Stadt, als Städter dieses Landes, als Landschaft dieser Welt, mit meinem Leben, mit meinem ganzen Leben, oder etwa doch nur mit meinem halben, es wäre wohl besser, ich würde nur mit meinem halben Leben bürgen, mit dem Teil des Lebens, der schon hinter mir liegt, da kann niemand mehr was verpfuschen, weil das ja alles vergangen ist, ich bürge also mit meinem damaligen Leben, unbestimmbarer Anteil also, Lebensanteil, aber bürgen tue ich bestimmt, komme was wolle, oh, eine _, wie schön, wie interessant, wie gebildet, wie flauschig, wie farbenfroh, wie glänzend, wie hübsch, wie überzeugend, wie stark, wie aussagekräftig, wie _, hm, was sagen Sie, also wenn das so ist, nun gut, meine Damen und Herren, Laden und Sanftmäuse, also dann, räusperräusper, überlege ich mir das noch einmal, das mit dem bürgen, war womöglich doch keine so gute Idee, sehen Sie, man muss sich nur zwingen, zwingen Sie sich selbst, tricksen Sie sich aus mit allen Mitteln die Sie kennen, spannen Sie den Bogen, aber nicht zu weit, nicht zu hoch und nicht zu tief, wer weiß, was dann geschehen könnte, man kann sich ja vorstellen was dann passieren würde, wenn die Leute plötzlich anfangen würden zu denken, der Bogen wäre absichtlich so hoch oder so tief, oder wenn sie anfangen zu tratschen, dass es ja eine Frechheit, eine Feigheit ist, dass der Bogen ja genau nach vorne zeigt, nach vorne oder nach hinten, je nachdem wo die Reporter stehen, wobei dann wahrscheinlich eher nach hinten, weil welcher Reporter stellt sich schon freiwillig in die Schusslinie, wer will schon freiwillig angeschossen werden, wer zählt heutzutage schon darauf, dass der Bogen in der letzten Sekunde noch nach oben schnellt oder nach unten oder vielleicht doch nach hinten, äh, nach vorn, äh, in die andere Richtung halt, direkt auf den Kameramann zu, direkt in die Linse hinein.

Verzweif atmet Lungen

und diese Momente in denen du nicht weißt, worüber du schreiben kannst, in denen du schreiben willst, denken willst, sterben willst, vergessen willst, alle Verantwortung von dir schieben und nie wieder mit irgendjemandem reden und schon gar nicht mit dir selbst, denn du –

in der Ruhe liegt die Kraft und in der Ruhe liegt die Panik und Ruhe ist immer dort, wo sie nicht sein soll und nie da wenn man sie braucht –

du bist von einem Menschen mit zwölf Stunden Schlaf zu einem Menschen geworden, der die Stunden zählt, die er schlafen kann, wird, zu einem Menschen, der schwere Finger bekommen hat und Rückenschmerzen und unbemerkbare Panikattacken und der –

sie schloss die Augen und wollte weinen, aber es kamen keine Tränen; es kamen nur Tippgeräusche auf der Tastatur und sie wünschte sich, sie hätte die Kraft und die Wahl und die Ausdauer und die Fähigkeit, sich in den Tod zu schreiben, so lange zu schreiben bis sie stirbt und nicht aufzuhören, egal was passiert, erst recht, wenn nichts passiert; aber ihr würden die Ideen viel zu früh ausgehen, das wusste sie, und –

das schlimmste ist nicht, dass du nicht weinen kannst, das schlimmste ist, dass du in die Zukunft sehen kannst weil du die Vergangenheit nicht geändert hast –

wenn die Ausbesserfunktion erstmal da ist verwendet sie niemand, –

und das Schlimmste ist, du versuchst dir nichts anmerken zu lassen und bist genauso fröhlich wie immer, tust genauso fröhlich wie immer, und niemand merkt etwas, und niemand sollte etwas merken, aber es fällt dir trotzdem unangenehm auf weil was ist, wenn du es ernst meinen würdest, was wäre, wenn du dir wirklich gefährlich würdest, sie würden es nicht merken, wahrscheinlich würden sie es gar nicht merken, und das würdest du zwar wollen, wahrscheinlich, aber vielleicht auch nicht und tun würden sie jedenfalls nichts dagegen weil sie es ja nicht merken würden, etc. –

Namen sind falsch und meaningless und wiederholen sich zu oft oder zu selten als dass sie irgendeine tiefere Bedeutung entfalten könnten; –

wie viele Sätze musst du schreiben bis etwas Brauchbares dabei ist, wie viel virtuelles Papier musst du zerknüllen bis du weißt, dass dein Papierkorb voll ist, wie lange kannst du so weitermachen, ohne, dass es jemand merkt –

der Vorteil an Schreibmaschinen ist, dass man sich darauf nicht verklicken dann, der Nachteil, dass blind schreiben nicht funktioniert, zumindest nicht ewig, zumindest nicht, ohne ein gewisses Wissen über die Ersatzteile und den Papiernachschub, zumindest glaube ich das, aber was weiß ich schon, ich hab ja noch nie mit einer Schreibmaschine geschrieben, zumindest glaube ich das –

hast du jemals Stille gehört, absolute Stille, wundervolle Stille; hörst du sie jetzt; nein, natürlich nicht, sonst würdest du nicht lesen, sonst würdest du die Stimme in deinem Kopf nicht sprechen lassen, würdest sie dir nicht diesen Text vorlesen lassen, sondern würdest stattdessen lauschen, angestrengt und gedankenlos und endlos lauschen und nie wieder einen anderen Wusch verspüren wollen –

Hoffnung hat mich getötet; noch nicht ganz, aber ich bin nah dran; sie holt dich ein, egal was du glaubst, egal wer du bist, egal wo; zumindest war das bei mir so; Hoffnung ist mächtig, egal ob du damit einverstanden bist oder nicht; Hoffnung ist tödlich; wie eine Kopfmassage, tödlicher noch als Zweifel und diese kleinen roten Wellen vom Rechtschreibprogramm unter einem Wort, das du eigentlich für richtig gehalten hast, tödlicher als Sucht, denn Hoffnung ist die schlimmste Sucht von allen, keine andere steht dir 24/7 bei, keine andere ist so tödlich –

erst wollen die Tränen gar nicht kommen, dann gibt es eine kurze Chance, aber du hältst sie zurück, dann versuchst du es wieder, weil du glaubst, du kannst es schaffen, aber das stimmt nicht, dann kannst du ein, zwei Läckchen rauspressen, nicht mehr, so stellst du dir eine Geburt vor, es kommt nicht, es kommt nicht, die ganze Zeit nur Wehen, nur Erwartungen, leere Erwartungen bis zu dem Moment der Explosion –

bin ich der einzige Mensch, dem es auffällt, dass bei den meisten Rolltreppen die Hand- schneller als die Fußstütze ist und dass wenn man sich an einer Körperstelle mehr oder weniger grundlos oder auch grundvoll kratzt, es oft an einer anderen Körperstelle zu jucken oder rinnen anfängt, weit entfernt oder etwas näher, aber ohne sichtlichen Zusammenhang, und bin ich der einzige der sich fragt, warum das so ist und ob das so sein soll, oder ist das vielleicht nur bei mir, nur in meiner Wahrnehmung so und ist das deshalb die Erklärung dafür –

du tust dir weh obwohl du weißt, dass es nichts bringt, aber du weißt nicht, was du sonst tun solltest, weil du nicht viel anderes kennst, weil du weißt, dass du etwas tun musst, weil du weißt, dass du glaubst, dass du es verdient hast und weil du es vielleicht wirklich verdient hast, aber natürlich auch, weil du den Schmerz magst, weil du ihn kontrollieren kannst, Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, niemand kann dir garantieren, dass morgen ein Stein auf deinen Fuß fällt und niemand könnte dir den Schmerz vorhersagen, den das verursachen würde, Kontrolle ist das Beste; –

du streifst dir über deine Pulsschlagadern und denkst dir „wenn das ein Film wäre würde er sich umbringen, oder alle würden denken, dass er sich gleich umbringen wird, also warum glaube ich nicht, dass ich mich gleich umbringen werde, warum werde ich mich nicht gleich umbringen“, bis auf den letzten Teil, den denkst du dir nicht, stattdessen denkst du „blutrote Lippen, blutige Lippen, rot vom eigenen Blut, vom Blut der Lippen, ich sollte blutige Lippen googeln“ und tust es dann aber doch nicht –

Teige

die Zeit scheint gerade zu verlaufen, objektiv immer gleich schnell und gleich langsam und gleichmäßig, messbar, verlässlich wie der klassische Typus des „Strebers“ oder der der „Streberin“, nie krank, immer vorbereitet, immer auf alles gefasst, immer vorwärts schreitend, nie zurück, ein Hut, ein Stock, ein Re-gen-schirm, und vorwärts, vorwärts, vorwärts, vor, und eins, und zwei, und drei, und vier, und zählbar selbstverständlich auch, messbar und zählbar und sehr verlässlich, zu verlässlich vielleicht, weil die Verlässlichkeit, die Regelmäßigkeit (ja, regelmäßig!) ja geradezu die Subjektivität herausfordert, anstachelt zur Sinnlosigkeit, zu eigenen, unobjektiven Wahrnehmungen, zu déjà-vus und anderen Chronologiebrüchen, zu subjektiven Stillständen wie beim Schlafen, zu noch subjektiveren Stillständen wie in diesen Momenten kurz vor dem Niesen, das die Nase nicht ermöglicht, aber so sehr ermöglichen will, zu Zeitdehnungen aus Langeweile und Wunschdenken und Angst, zu träumerisch-vorgriffigen, übergriffigen und unbegreiflichen Phantasien, Wunschdenkereien und Phrophezeiungen
und wenn niemand hinsieht, wenn es niemand merkt und vor allem weil es nie jemand merken würde, macht sich die Zeit einen Spaß daraus, sich diese verrückte, sinnlose, unnötige, nichtsnutzige Subjektivität anzueignen, sie pausiert, stoppt, rewinded, pflanzt Gedanken in Gehirne ein wie zum Beispiel: Menschen die ihren Skype-Namen nach einem Jahr bereuen sollten sich nicht für morgen einen Termin im Tatoo-Studio ausmachen und: Souvenirs sind nur was wert wenn niemand weiß, dass es welche sind und: alles was gratis ist, ist gut und muss ausgenutzt werden und: wie könnte ich mich am besten umbringen und: wie könnte ich jemanden am besten davon abhalten, sich umzubringen und: wie könnte ich mein Bett am schnellsten zu Fall bringen ohne selbst mitzufallen oder vielleicht doch auch und würde ich dabei verletzt werden oder einfach nur einschlafen und dann stehst du auf der Straße und wunderst dich woher diese Gedanken kommen, aus dem Nichts natürlich, denn niemand spaziert einfach so auf der Straße und denkt sich: der Himmel ist schwarz, obwohl er doch gerade so blau aussieht, oder grau und wolkenverhangen, oder gar nicht vorhanden im Sichtfeld ist und niemand sieht 15:57 auf dem Wecker stehen, denkt sich, gut, eh erst drei, steht auf, und wundert sich ein paar Minuten später, dass es ja bereits vier am Nachmittag ist, niemand wird aufgeweckt von Ängsten wie: habe ich meine Augen geschlossen oder könnte mir jemand im Schlaf die Sehkraft nehmen, jeder zuckt kurz vorm einschlafen oft plötzlich zusammen, aber niemand denkt dabei an Dinge wie: Diäten oder: selbstgebackene Torten oder: den Weltfrieden, normalerweise nicht, heißt: nicht, nie, vorausgesetzt, die Zeit verläuft chronologisch und regelmäßig und messbar und geradeaus, nicht rückwärts, seitwärts, stopp und verwirrt alles, was ihr in die Quere kommt.

issues (past, present, future)

du kannst deinem vergangenen Ich nicht mehr vertrauen (wobei die Frage ist, ob du es je konntest): es hat Dinge von dir preisgegeben, ohne zweimal nachzudenken, Dinge, die du heute vielleicht nicht mehr jedem auf die Nase binden würdest (damals wusstest du natürlich auch, dass du diese Dinge nicht jedem auf die Nase binden solltest, hast es aber trotzdem getan, besser gesagt hast du einfach eine weitergefasste Definition von „jedem“ verwendet als es andere Menschen getan hätten und hast das als Ausrede, Entschuldigung, Begründung durchgehen lassen).
es hat Sachen gemacht und Sätze artikuliert, die es nicht machen hätte sollen, rückblickend, die ausschließlich das Produkt von Ungeduld oder Übermut oder Alkohol oder Dummheit waren.
es hat dich in eine Situation gebracht, in der du nicht sein willst, von der du nicht weißt, wie du ihr entfliehen kannst. du würdest es gerne verfluchen, zur Vernunft besinnen, aber du weißt sehr wohl, dass das unmöglich ist. du kannst deinem vergangenen Ich nicht mehr vertrauen (wobei die Frage ist, ob du das je wirklich konntest): und wenn du deinem vergangenen Ich nicht mehr vertrauen kannst, kannst du auch deinem gegenwärtigen Ich nicht vertrauen. du kannst dir nicht vertrauen, heißt, du kannst nicht darauf vertrauen, dass du nicht etwas machst, was deinem zukünftigen Ich schaden könnte. allerdings, was kümmert dich dein zukünftiges Ich, das doch nur ein Produkt aus deinem vergangenen und gegenwärtigen sein wird können, also auch nicht vertrauenswürdig, genauso verzweifelt. was kümmert dich ein Mensch, der immer das Gegenteil tut von dem, was ihm gesagt wird und viel zu oft das Gegenteil tut von dem, was er tun möchte, sollte, wollte, will. du kannst deinem vergangenen Ich nicht vertrauen (konntest es wahrscheinlich nie): kannst also auch deinem gegenwärtigen und in weiterer Folge deinem zukünftigen Ich nicht mehr vertrauen, konntest das nie, auch wenn du es vielleicht (wahrscheinlich) fälschlicherweise getan hast, wie du viele Dinge fälschlicherweise getan hast, und immer noch tust.

Selbstgeißelungen: erfrieren, verhungern, zeitigen.

Weberknechte und Sprachfieber und Schweißrekord und das Wissen, einem Streak mit einem Tag Pause nicht gewachsen zu sein (dann ist alles aus), und aufräumen und duschen und kochen und Haare waschen und vor allem eine Reihenfolge und keine Sucht mehr finden und Angst vor dem nächsten (oder vor dem zweiten) ___-______ (oder Fetzen generell) haben und Schnupfen und Entscheidungen treffen, müssen, und Missverständnisse lieben, wollen, und jedes Wort ausschreiben, können, sollen, und viel Geld bekommen und noch mehr ausgeben und zu viele Gedanken haben und zu wenig Zeit und endlich (hoffentlich) einmal nicht genug Müdigkeit und immer noch kein Zeitgefühl, aber ein bisschen mehr, und auch ein bisschen Panik und leider viel Inkonsequenz und noch immer keine Slowmotiontaste für deine Gedanken und noch immer kein Aufnahmegerät für deine Träume und noch immer keine Entscheidung und schon wieder Inkonsequenz und Geschreie und Ahnungslosigkeit und Durst und Fragen wie Wie viel Wasser brauchst du am Tag und Wie lange kannst du ohne Essen auskommen und Ist es gesund zu _________, auszuprobieren, wie lange du ohne Essen auskommen kannst und Was sollst du essen wenn du maximal eine Mahlzeit am Tag zu dir nimmst und Ist es nicht viel ungesünder nur dreihundert Kalorien Zucker an einem Tag zu trinken als Popcorn und Nudeln und Reis und Schokolade zu essen und mehr als nur nichtmal ein oder zwei Liter Wasser zu trinken und natürlich reicht der Platz im Endeffekt nie aus, aber nicht müde heißt auch nicht aufhören müssen, aber Fehler und Konzentrationslosigkeit und löchrige Mägen heißen aufhören sollen, aber leichte, verschiedene Schmerzen heißen nicht aufhören wollen und egal wie reich du bist, die Füllfeder wird noch nicht ersetzt weil der Stöpsel hält, auch nicht wenn deine Patronen leer sind und die Gedanken überschlagen sich und genau und was mit einem Sparkonto anfangen, wenn nicht wissen, worauf sparen, weil Privatjets im echten Leben viel zu teuer sind (Erhaltungskosten und so) und immer noch mit Chats verwechselt werden und schon wieder und leider und leere Patronen und noch ein Versuch und trotzdem und

Bruch und Notlösung und Ameisen im Fuß und unleserliche Schrift und Bemühungen und Schmerzen und Löcher hinter dem Nabel, die sich gegenseitig aufheben, ein Loch, zwei Löcher, drei Löcher, unzählige und unzählige Wörter und unzählbare Sätze und du kannst alles quantifizieren wenn du die richtigen Worte kennst und auch die Worte mit denen du quantifizierst müssen quantifiziert werden und was macht er mit dir, der ständige Gedanke des nahenden Endes, das ständige drohende Ende macht Erinnerungen und Vorausblicke und Tränen und Tinte, was eine Alliteration in der Gegenwart ergibt, zwar keine _________, aber auch keine löchrige Fixierung, sondern eine momentane Vergesslichkeit, ein kurzfristiges Blackout, das auch länger anhalten könnte als befürchtet und überraschenderweise eine schöne Schrift, eine immer leserlicher werdende Schrift, ein Paradox also ein Synonym von Rätsel und einen trockenen, komischen, rauen, nicht-bewässerten, unbeschreiblichen, ungebildeten Mund und noch mehr Ameisen im Fuß, wieder, und die Hälfte eines Experiments, besser gesagt die geglaubte, vermutete, angenommene Hälfte des Experiments, was nichts über die eigentliche, noch zu erörternde Länge aussagt und Ameisen sind warm, wer hätte das gedacht, und Ohrwürmer sind überall, das ist bereits mehr als ein Sprichwort, das ist ein Fakt und faktisch gesund kann es nicht sein, von einem Rausch in den anderen zu gelangen und unfaktisch braucht jeder Mensch ein Hobby, das er überall und jederzeit praktizieren oder auf das er sich immer und jederorts vorbereiten kann und das weder ihm noch sonstwem schadet und natürlich gerne mit Schachtelsätzen und Kettensätzen und Schachtelkettensätzen und Kettenschachtelsätzen und sonst jeder erdenklichen Form der ______ zu tun haben darf, aber keineswegs das Zeitgefühl verringern sollte, oder zumindest eine innere Uhr und einen internen Wecker einbauen könnte und die Anzahl der Zeitsprünge möglichst gering halten wird und die Anzahl der stehengebliebenen Augenblicke möglichst erhöht und die Füllwörter und Schnupfen verringert und die Erfolge und die Scham und die Unleserlichkeit und die Opfergaben und Fieberdelirien ziemlich

dreißig Sätze: dein Traumhaus

du willst eine Zeit im Irrenhaus verbringen (und du wärst von dieser Bezeichnung nicht angegriffen).
du willst nicht ins Gefängnis, weil du im Gefängnis weniger Freiheiten hättest und dich beweisen müsstest oder unterdrückt würdest.
du willst nicht so weitermachen wie du es gerade tust, denn du willst nicht wissen, wohin das führt.
du willst eine Zeit lang im Irrenhaus verbringen und wissen, wohin dich das führt. du hättest einen geregelten Tagesablauf, wie im Gefängnis, nur besser. du könntest über deine Zeit selbst bestimmen, gewissermaßen. du würdest vielleicht sogar Medikamente bekommen. du könntest deinen Schlafmangel nachholen, oder aber im Gegenteil ihn noch verstärken. um mehr Medikamente zu bekommen. um eine andere Wahrnehmung zu bekommen. und dich vor dir selbst zu beweisen.

du möchtest eine Zeit im Irrenhaus verbringen, weil dir dort niemand schreiben kann „ich will das Zimmer morgen besichtigen“ und sich dann nie mehr meldet, weil du dort nie glauben wirst, die perfekte Wohnung gefunden zu haben, sie dann aber zu weit weg ist oder im Erdgeschoss oder im sechsten Stock ohne Aufzug oder viel zu teuer ist oder zu wenig Zimmer hat, weil du dort einfach stundenlang schreiben und lesen und spielen und lernen und Leute beobachten und vor allem nichts tun könntest, weil dich niemand schief anschauen würde, wenn du nichts tätest, vor allem du selbst nicht.
du möchtest wissen, wie gut du es wirklich aushalten kannst, von den Menschen, die du kennst, auf diese Weise getrennt zu sein, möchtest wissen, ob sich mit Verrückten leichter Freundschaften schließen lassen als mit den anderen, und was für Freundschaften das dann wären, im Vergleich. du möchtest wissen ob du dich auf Besuche freuen würdest, oder ob sie dir ärgerlich wären, weil sie dich ablenken würden vom Mandala, von Mayröcker, von Mahjong, vom Malkasten.

du willst wissen wie es wäre und wie es ist und welches Irrenhaus du dir aussuchen würdest, real oder fiktiv, was würdest du nehmen, wo würdest du dich selbst einschreiben, sofort, ohne Zögern.

stundenlang am Bett liegen und denken oder versuchen, nicht zu denken, oder Gedanken nachgehen, für die du jetzt keine Zeit hast, sie aber natürlich trotzdem denkst.
stundenlang aus dem Fenster starren und bald jedes einzelne Blatt kennen, das dir in den Blick kommen könnte, jedem einzelnen Ziegelstein einen Namen gegeben haben.
stundenlang zuhören und reden und versuchen, alles gesagte und gehörte und sonstwie aufgeschnappte aufzuschreiben, als wärst du eine Romanfigur, mit einem perfekten Gedächtnis, die sich alles merken kann, jede Silbe richtig wiedergibt, oder sich zumindest nicht eingesteht, dass sie falsch liegen könnte, und die selbstverständlich nur handlungswesentliches sagt und tut und denkt und will und weiß und isst und trinkt und fühlt.

endlich gerade sitzen lernen, endlich meditieren lernen, endlich alles lernen können, für das jetzt nie Zeit oder Geduld oder Konsequenz vorhanden ist, angefangen mit luzidem Träumen, aufgehört mit Sprachen. wobei Sprachen vielleicht schwierig werden könnten, die Aussprache zumindest, ohne Vorlage, ohne Gegenüber, aber auch das schaffbar, sicher möglich, mit der Zeit, mit den richtigen Mitteln, warum nicht. warum nicht auch gleich internationales Personal einstellen oder nur mit ausländischen, deiner Muttersprache unfähigen Patienten verkehren.
warum nicht gleich einen Plan zeichnen, einen Entwurf für dein Vorzugsirrenhaus, fiktiv, aber doch real, in die Realität umgesetzt, bald, sobald ein Sponsor gefunden ist, einer, der mit einer Sponsorin verheiratet ist, das gibt mehr Geld, doppelt so viel, da ist dann Platz für doppelt so viele Wünsche und Anregungen und Raum für nur halb so viele Beschwerden. ein schönes Gebäude muss es sein, ansprechend, mit Bowlingkeller und Bibliothek und Weinkeller und ruhigen Arbeitsräumen und aktuellem medizinischem Equipment und Gesellschaftsräumen und ausreichend Toiletten und privaten Duschen und leistbar, selbstverständlich, für jeden leistbar, der etwas dazu beitragen möchte. alle Neuankömmlinge dürfen sich einen Raum aussuchen, einen neuen, den sie gerne hätten oder einen, der schon da ist und den sie besonders gern mögen, und dann dürfen sie einmal im Monat vierundzwanzig Stunden pausenlos in diesem Raum sein und machen, was sie wollen, mit diskreter Aufsicht eventuell, raumabhängig, und bereitgestellter Nahrung, menschabhängig. ein Garten ist auch ein Raum für manche Menschen und für den Winter gibt es dann den Wintergarten und Zelte und Fernrohre und Mikroskope und begehbare Kleiderschränke sowieso. und privat angestellte Schneider, die alles zurechtnähen und -stopfen und -flicken, was einer nicht mehr haben will, aber dem anderen nicht passt. und Köche und Frisöre, die Interessenten auch etwas beibringen, und regelmäßige Parties und Gruppenumarmungsminuten statt Schweigeminuten. und bunte Wände oder aber schwarze Wände, die mit Neonfarben besprüht, bemalt, bespritzt, bedruckt sind. und Tanzsäle und eine Bar im Weinkeller, der natürlich gleichzeitig auch ein Bierkeller ist und Butterscotch immer lagernd hat.

dein Traumhaus ist ein Irrenhaus.

A wie Selbstmord, B wie Sterbehilfe, C wie Cotard-Syndrom

du willst nicht tot sein, denn du willst nicht sterben müssen.

du willst nicht darüber nachdenken müssen, wie du dir das Leben nehmen kannst (ausbluten, einschlafen, erhängen, erschießen, ersticken, ertrinken, springen, vergiften), was die schnellste und gleichzeitig schmerzfreiste und gleichzeitig unkomplizierteste und gleichzeitig einfachste Variante wäre. du willst keine Stunden damit verbringen, deine suicide note (oder würde es doch eher ein Abschiedsbrief werden?) zu schreiben. (denn stunden-, wenn nicht sogar tagelang würde es dauern, das schreiben; durchstreichen; verwerfen; verzweifeln; nachdenken; abschweifen; überlegen; wiederherstellen; wiederstreichen; wiederwerfen; wiederzweifeln; wiederdenken; wiederschweifen; wiederlegen; widerlegen. an wen adressieren? („liebe alle“) womit beginnen? („es liegt nicht an euch, es liegt an mir“) womit enden? („bis bald / auf Nimmerwiedersehen – je nach Wunsch bzw. Glaubensansicht bitte die bevorzugte Phrase wählen“) was sagen?

Selbstmord ist doch eigentlich auch Sterbehilfe, meinst du. Sterbehilfe ist jemandem beim Sterben helfen, denkst du dir. du bist jemand, jeder ist jemand, vermutest du. jemand selbst, selbst jemand, oder jemand anderer ist egal, stellst du fest. Selbstmord ist also auch Sterbehilfe, weißt du nun.

wenn du also etwas gegen Selbstmord hast, musst du auch etwas gegen Sterbehilfe haben, und umgekehrt. wenn du also für Sterbehilfe bist, darfst du nicht gegen Selbstmord sein, und umgekehrt.

du willst nicht tot sein, aber du würdest gerne glauben, dass du bereits tot bist. du würdest dir gerne Gedanken über dein eigenes Begräbnis machen während du dir keine Sorgen über den Alltag machen müsstest. du würdest abnehmen und drogenunabhängig, du würdest langfristig vielleicht sogar glücklich und irgendwann auch geheilt werden.

du willst nicht tot sein, aber du hättest überhaupt nichts dagegen, wenn alle glauben würden, dass du glaubst, dass du tot bist!

Menschen wie Absatzlosigkeit

es gibt Menschen wie du und es gibt Menschen wie ich. Menschen wie du wissen immer, was sie zu sagen haben. Menschen wie du können kochen und leben und selbstständig sein. Menschen wie ich wissen erst, wenn es zu spät ist, dass sie etwas falsches gesagt haben. Menschen wie ich können kein einziges Geheimnis für sich alleine bewahren. Menschen wie ich besitzen zwar Empathie (naja, fast), können aber nicht richtig damit umgehen. Menschen wie ich müssen alles immer irgendjemandem erzählen, egal was, egal wem (naja, fast). Menschen wie ich verletzen Menschen wie dich. Menschen wie ich fangen gerade erst an, leben zu lernen. Menschen wie du müssen „wenn ich mich umbringe, ist es deine Schuld“-Sätze in den Mund nehmen. Menschen wie du kennen den Reiz, den ein Geheimnis erzeugt, dieses „ich weiß was, was du nicht weißt“-Gefühl. Menschen wie ich können nur Dinge wie „wenn du dich wirklich umbringen wollen würdest, hättest du das schon längst getan“ und „ich kann genauso an meinem Grab stehen und sagen: mir waren alle Menschen egal, alle, ausnahmslos“ bzw. ein unglaubwürdig klingendes „sorry“ in Krisensituationen aussprechen. Menschen wie ich hassen es, wenn Menschen wie du über jemanden lästern und denken sich Sachen wie „soll ich das der betreffenden Person erzählen?“ und „würde ich wissen wollen, wer was über mich lästert?“ bzw. schlimmstenfalls „aber über mich lästert doch eh keiner!“ Menschen wie ich sollten hungrig und müde und geistig halb abwesend keine Gespräche führen dürfen. Menschen wie ich hassen es, immer überlegen zu müssen, wer was von wem seit wann warum und wieviel genau weiß. Menschen wie wir hatten vielleicht nie wirklich eine Chance, gleichwertig miteinander zu kommunizieren. Menschen wie wir haben einfach eine nicht-kompatible Philosophie in solchen Dingen. es gibt Menschen wie du und es gibt Menschen wie ich.

Fragmente

Wecker läutet. liegen bleiben. 7:00. Augen schließen. 7:12. Augen schließen. 7:29. Augen schließen. 7:49. Augen schließen. 7:51. Zeitgefühl verloren. Augen schließen. 7:55. Zeitgefühl wieder verlieren wollen. 7:56. Augen schließen. 7:59:15. aufstehen.

dieses Gefühl, vollgefressen zu sein, aber trotzdem Hunger zu verspüren. das kennst du sicher.

wie oft noch, bis du merkst, was du anrichtest, bis dir bewusst wird, dass ein Graben der letzte sein muss, bis dich jemand direkt genau darauf anspricht?

niste mich dort ein“, dieser Ausdruck hat dir schon immer etwas angetan gehabt. nisten, Nest, nesteln, Nescafé, Nesquik, Nessel!

Obsession

experimentell heißt, die These muss mit dem Beispiel begründet werden, das Ergebnis heißt Experiment und ist experimentell.

mach, dass es juckt, ich weiß, du kannst das. ich weiß, du weißt wie das geht, unbewusst. ich weiß, du weißt nicht bewusst wie du es jucken machen kannst, aber ich weiß, dass du es schon oft getan hast, weiß(t), wie es geschieht. mach, dass es juckt, und dann versuch, den Juckreiz zu stillen, und dann kratze und kratze und kratze bis das Kratzen zu einer anderen unangenehm-angenehmen Empfindung wird, zu einem neuen Juckreiz, der nicht aufhört, nie aufhört, du kratzt und kratzt und es juckt immer noch, du hörst auf zu kratzen und es juckt umso stärker und dann kratzt du so lang bis du nicht mehr kratzen kannst und dann ist der Juckreiz immer noch da, aber du nicht mehr.

Salz in die Wunde und die Chipspackung durch Zufall wie eine Spirale aufreißen, spiralförmig aufreißen, immer weiter und weiter bis nichts mehr übrig bleibt, weder (von) außen noch innen.