Golf

Löcher im Mund, oben, am Gaumen, als wäre reingeschossen worden, von der Hand, die zum Kopf gehört, mit einer geladenen Waffe, die zwischen die Zähne passt, einige Male schießen, um sicher zu gehen, so oft schießen, bis man die Löcher am Gaumen nicht mehr spürt, bis sie vom Blut überflutet werden.

stechende Löcher im Mund, ganz hinten, aber es sind kleine Löcher, winzige Locherl, Traumruinen, unsichtbare Gräben, gegraben von Giftpfeilen im Schlaf, ausgeschaufelt von der letzten Tablette, betäubt vom immerselben Speichel, der die Mundhöhle schon stundenlang umschmeichelt, inzwischen eingetrocknet ist.

zu viele Löcher im Mund, nämlich mehr als zwei Löcher im Mund, wo nur eins sein sollte, nämlich das Mundloch, zu viele Löcher hinten, oben, die lange Gänge einleiten, die hinaus aus dem Kopf durchs Gehirn drängen, oder gleich unter der Nase vorbei zum Nackenansatz, zu viele Löcher im Mund, viel zu viele Löcher im Mund.

woher kommen diese Löcher im Mund, Brutplätze für Krankheiten, Fluchtstätten für Viren und Bakterien, schmerzhafte Löcher, blutig oder nicht, groß oder klein, bemerkt oder unauffällig, ist es ein großes oder viele kleine, Schrödingers Löcher, es spielt keine Rolle, sobald der Mund offen ist, ist es vorbei.

von heute auf morgen Löcher im Mund, Außenseiter, Taugenichtse, Schmarotzer, laugen nur aus, nisten sich ein, bis sie alles übernommen haben, die Löcher, den gesamten Mund, die Zunge, die Zähne, alles, von oben bis hinten, von unten bis nach vor, und einmal rundherum, bis sie sich dem Mundloch angeschlossen haben, eins geworden sind und also weg.

sie kommen vom neuen Locher, die Löcher im Mund kommen meistens von Lochern, deren Betriebsanleitung nach dem Kauf plötzlich verloren ging, nicht an Kinder verfüttern“, aber an Münder ist es erlaubt, denn Gaumen mögen Locher, und Löcher mögen Gaumen.

Werbeanzeigen